PROJETO CRIANÇA  CONSTRUINDO

Prainha do Canto Verde  Brasilien

Wie die Erfahrung grosser Hilfswerke die Welt über zeigen, kann Entwicklungshilfe nur Erfolg haben, wenn diese über die Verbesserung der Grundschule und Erwachsenenausbildung führt. Mit der Hilfe unserer Amigos und verschiedenen Stiftungen in Brasilien und in der Schweiz sind wir auf dem besten Weg, diese Weisheit in die Tat umzusetzen.
Sünden der Vergangenheit: Bis vor drei Jahren gab es in Brasilien keine Vorlagen dazu, welcher Anteil des

 Finanzhaushaltes fürdie Erziehung ausgegeben werden soll. Weder dieWeltbank noch die anderen Gläubiger stellten je solche Anforderungen. Im Gegenteil, man forderte einfach hin und wieder den Gürtel enger zu schnallen, was dann meistens eine Kürzung der Sozialausgaben zur Folge hatte - sprich Erziehung und Gesundheit.
Die ersten positiven Resulatate konnten mit den wenigen Gebildeten im Dorf erreicht werden und gleichzeitig stellten wir die Weichen dahin, dass 15 junge Leute mit Hilfe eines Stipendiums die Sekundarschule in Fortaleza absolvieren konnten. Es war nicht unbedingt unser Ziel die ganze Primarschule auf den Kopf zu stellen, bis wir 1995 einsahen, dass kurzfristig keine grundlegenden Verbesserungen  zu erwarten waren.
Wie im letzten Jahrhundert: Der Schulbetrieb in Prainha do Canto Verde verlief im gemütlichen Rythmus eines Esels (stur und langsam). Die kleinen Kinder starrten gelangweilt nach der Wandtafel und versuchten im Chor Buchstaben und Zahlen zu wiederholen, bis ihnen etwas hängen blieb. Die LehrerInnen ihrerseits so ziemlich uninteressiert, wie es der meist mit monatlicher Verspätung ausbezahlte Hungerlohn erlaubte. Hie und da gab es ein Schul-Znüni, was sich auch sofort solange positiv auf den Schul-besuch auswirkte, bis der Znüni wieder ausblieb. Von LehrerInnenausbildung keine Spur, das würde ja zu höheren Schulmaterialkosten führen.